Mintos vs. Bondora vs. Monefit SmartSaver 2026 im Vergleich
Mintos, Bondora Go & Grow oder Monefit SmartSaver? Wir vergleichen Zinsen, Liquidität, Gebühren, Regulierung und Risiken der drei bekanntesten P2P-Anbieter, rechnen 5.000 € durch und zeigen, welche Plattform zu welchem Anlegertyp passt.
Mintos vs. Bondora vs. Monefit SmartSaver ist 2026 vor allem eine Frage des Anlegertyps: Monefit SmartSaver zahlt mit 7,50 % auf das flexible Konto den höchsten festen Zins, ist aber nicht beaufsichtigt und hängt an einem einzigen Kreditkonzern. Bondora Go & Grow, seit April 2026 als eigenständige Go&Grow OÜ unterwegs, ist mit bis zu 6 % und 1 € Auszahlungsgebühr das einfachste Produkt, ebenfalls ohne Anlegeraufsicht. Mintos ist als einzige der drei eine regulierte Wertpapierfirma und bietet die meiste Auswahl, verlangt aber mehr Arbeit und kämpft 2026 erneut mit einem großen Kreditgeberausfall.
Im Folgenden vergleichen wir die drei Anbieter bei Zinsen, Liquidität, Gebühren, Regulierung und Risiko, rechnen ein Beispiel mit 5.000 € durch und sagen, für wen sich welche Plattform eignet. Alle Angaben: Stand September 2026.
Die drei Anbieter im Überblick
Mintos aus Riga ist der größte P2P-Marktplatz Europas. Nach eigenen Angaben haben Anleger über die Plattform rund 13 Mrd. € investiert, die Zahl der Anleger liegt bei über 700.000. Mintos verkauft keine Kredite im klassischen Sinn mehr, sondern Wertpapiere („Notes“), die an Kredite von Dutzenden Kreditgebern gekoppelt sind. Dazu kommen Anleihen, ETFs und ein Geldmarktprodukt. Seit 2021 hat Mintos eine Lizenz als Wertpapierfirma nach MiFID II von der lettischen Zentralbank.
Bondora ist seit 2008 am Markt. Das bekannteste Produkt, Go & Grow, wurde am 20. April 2026 in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert: Die frühere Bondora Capital OÜ heißt jetzt Go&Grow OÜ, die Website läuft unter goandgrow.eu. Das Prinzip ist gleich geblieben: Sie zahlen Geld ein, es wird automatisch in einen Pool von Konsumentenkrediten investiert, und Sie erhalten bis zu 6 % p. a. Laut Anbieter nutzen über 516.000 Anleger das Produkt, investiert wurden insgesamt rund 2,26 Mrd. €.
Monefit SmartSaver gehört zur estnischen Creditstar-Gruppe, die Konsumentenkredite in mehreren europäischen Ländern vergibt. Betreiber ist die Monefit Investments OÜ in Tallinn. SmartSaver funktioniert ähnlich wie Go & Grow: ein Konto mit täglicher Zinsgutschrift, dahinter Forderungen aus Creditstar-Krediten. Zusätzlich gibt es „Vaults“ mit fester Laufzeit und höherem Zins.
Vergleichstabelle: Mintos, Bondora Go & Grow und Monefit SmartSaver
| Kriterium | Mintos | Go & Grow (Bondora) | Monefit SmartSaver |
|---|---|---|---|
| Sitz | Lettland | Estland | Estland |
| Produktart | Marktplatz: Notes auf Kredite, Anleihen, ETFs | Pool-Produkt, automatisch | Pool-Produkt plus Festlaufzeit-Vaults |
| Zins bzw. Rendite | variabel, Ø Zins aktuell rund 10 %; Nettorendite je nach Portfolio | bis zu 6 % p. a. | 7,50 % (Hauptkonto), 8,33–10,52 % (Vaults 6–24 Monate) |
| Mindestanlage | 10 € (Kredit-Notes), 50 € (Anleihen, ETFs) | 1 € | 10 € (Hauptkonto), 100 € (Vaults) |
| Auszahlung | Rückflüsse abwarten oder Verkauf am Zweitmarkt | jederzeit beantragbar, 1 € Gebühr je Auszahlung | bis 1.000 € pro Monat meist sofort, darüber bis zu 10 Bankarbeitstage; Vaults gebunden |
| Gebühren | 0,29 % p. a. Portfolio-Verwaltung, 0,85 % beim Zweitmarktverkauf | 1 € pro Auszahlung | keine Anlegergebühren laut Anbieter |
| Regulierung | MiFID-II-Wertpapierfirma (Latvijas Banka) | Anlageprodukt ohne Aufsicht; Bondora AS als Kreditgeber lizenziert | keine Finanzaufsicht |
| Anlegerentschädigung | 90 % bis 20.000 €, nur bei Pflichtverletzung von Mintos selbst | keine | keine |
| Kreditgeber | viele Kreditgeber weltweit | Bondora-Kredite (Estland, Finnland, Lettland) | nur Creditstar-Gruppe |
| Quellensteuer | 5 % (lettisch, mit Ansässigkeitsnachweis) | keine | keine |
Bondora Go & Grow: einfach, aber mit gedeckeltem Zins
Bondora Go & Grow ist das Gegenteil eines Marktplatzes: Sie wählen keine Kredite, sehen keine Kreditnehmer und steuern nichts. Die Plattform investiert das Geld in ihre eigenen Konsumentenkredite und schreibt Ihnen täglich Zinsen gut, bis zu 6 % im Jahr. Was die Kredite darüber hinaus erwirtschaften, behält Go & Grow als Reserve ein. Genau das ist der Deal: niedrigerer Zins gegen scheinbar glatte Rendite ohne sichtbare Ausfälle.
Anleger berichten auf Trustpilot und in Foren überwiegend von problemlosen Auszahlungen. Zwei Punkte sollten Sie trotzdem kennen. Erstens wurde der Zweitmarkt von Bondora zum 30. September 2025 geschlossen; Auszahlungen hängen seitdem allein davon ab, dass Go & Grow genug Liquidität bereithält. Zweitens erklärt der Anbieter selbst, dass das Produkt unter keinen bestehenden Regulierungsrahmen fällt. Lizenziert ist die Bondora AS als Kreditgeber, beaufsichtigt von der estnischen Finanzaufsicht und der finnischen Regionalverwaltung. Eine Anlegerentschädigung gibt es nicht. Ausfallquoten auf Produktebene veröffentlicht Go & Grow nicht.
Die Ausgliederung in die Go&Grow OÜ im April 2026 ändert für bestehende Anleger am Produkt wenig. Beobachter werten sie als Vorbereitung auf eine mögliche Lizenz; bestätigt ist ein Banklizenzantrag bislang nicht.
Monefit SmartSaver: höherer Zins, ein Kreditgeber
Monefit SmartSaver ist der direkte Konkurrent von Go & Grow und zahlt mehr: 7,50 % auf das Hauptkonto, 8,33 % für 6 Monate, 9,42 % für 12 Monate, 9,96 % für 18 Monate und 10,52 % für 24 Monate Laufzeit in einem Vault. Die Mindestanlage beträgt 10 €, in den Vaults 100 €, maximal sind 500.000 € möglich.
Bei der Liquidität ist SmartSaver ehrlicher als manche Werbung vermuten lässt. Laut Monefit werden Auszahlungen bis 1.000 € in der Regel innerhalb von Minuten ausgeführt, größere Beträge innerhalb von bis zu 10 Bankarbeitstagen. Der Anbieter betont selbst: Auszahlungen sind „bedingt und nicht garantiert“. Geld in einem Vault ist bis zum Laufzeitende gebunden.
Das zentrale Risiko ist die Abhängigkeit von Creditstar. Alle Forderungen stammen aus Krediten der Gruppe, die Sofort- und Ratenkredite in mehreren europäischen Ländern vergibt. Creditstar meldete für 2025 einen Jahresüberschuss von 13,5 Mio. €, die Eigenkapitalquote sank laut Analysen aber auf 15,6 %. Geht es Creditstar schlecht, trifft das SmartSaver direkt, und auch Lendermarket, das ebenfalls nur Creditstar-Kredite vermittelt. Monefit SmartSaver hat keine Lizenz einer Finanzaufsicht und ist kein Sparkonto, auch wenn Oberfläche und tägliche Zinsgutschrift daran erinnern.
Mintos: Auswahl, Aufsicht und die Altlasten
Mintos ist die flexibelste der drei Plattformen. Sie können einzelne Notes auswählen, mit Mintos Core und Custom-Portfolios automatisch investieren oder in Anleihen und ETFs ausweichen. Die Mindestanlage für Kredit-Notes liegt bei 10 €. Für automatisch verwaltete Kreditportfolios berechnet Mintos seit Mai 2025 0,29 % pro Jahr, wer am Zweitmarkt verkauft, zahlt 0,85 % des Verkaufsbetrags. Der Kauf bleibt gebührenfrei.
Der größte Vorteil ist die Regulierung. Als MiFID-II-Wertpapierfirma muss Mintos Kundengelder getrennt verwahren, und über das lettische Entschädigungssystem sind 90 % eines Verlusts bis 20.000 € abgesichert, falls Mintos selbst Ihre Wertpapiere oder Ihr Guthaben nicht herausgeben kann. Kreditausfälle deckt diese Entschädigung nicht. Nach Angaben von CrowdIndex bemüht sich Mintos zudem um eine Banklizenz.
Die Schattenseite sind die Kreditgeber. Seit der Corona-Krise 2020 und dem Kriegsbeginn in der Ukraine 2022 befinden sich Forderungen gegen mehrere ausgefallene Kreditgeber in der Rückgewinnung. Im April 2026 waren das laut CrowdIndex rund 122 bis 130 Mio. €, etwa 18,7 % des aktiven Portfolios. Im Mai 2026 kam ein neuer Fall hinzu: Der britische Kreditgeber Nera Capital zahlte fällige Tilgungen nicht, betroffen sind Anlegergelder von über 60 Mio. €. Wer auf Mintos investiert, sollte deshalb nicht nur auf die Zinsen schauen, sondern auf die Bewertung und Kapitalausstattung jedes Kreditgebers, und breit streuen.
Liquidität im Vergleich: Wie schnell kommen Sie an Ihr Geld?
Bei der Liquidität liegen Go & Grow und Monefit auf dem Papier vorn. Beide versprechen schnelle Auszahlungen aus einem Pool, ohne dass Sie Kredite verkaufen müssen. Monefit nennt eine klare Grenze von 1.000 € pro Monat für Sofortauszahlungen, Go & Grow verlangt pro Auszahlung 1 €. Bei Mintos kommen Sie über Tilgungen und den Zweitmarkt an Ihr Geld; die 0,85 % Verkaufsgebühr und mögliche Abschläge machen einen schnellen Ausstieg teurer.
Wichtig: Schnelle Auszahlung ist bei allen drei Anbietern ein Versprechen, keine Garantie. Die zugrunde liegenden Kredite laufen Monate bis Jahre. Wollen in einer Krise viele Anleger gleichzeitig abziehen, kann ein Pool-Produkt die Auszahlungen verlangsamen. Geld, das Sie kurzfristig brauchen, gehört auf ein Tagesgeldkonto, nicht in P2P-Kredite. Mehr dazu im Ratgeber sichere Geldanlage mit hohen Zinsen.
Rechenbeispiel: 5.000 € für ein Jahr
Angenommen, Sie legen je 5.000 € für zwölf Monate an und Ihr Sparer-Pauschbetrag ist bereits durch andere Kapitalerträge ausgeschöpft. Der Steuersatz beträgt dann 26,375 % (Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag, ohne Kirchensteuer). Zinseszinseffekte lassen wir der Einfachheit halber weg.
| Anbieter | Annahme | Zinsen brutto | Kosten | Steuer | Netto |
|---|---|---|---|---|---|
| Go & Grow | 6 %, eine Auszahlung | 300 € | 1 € | 79 € | 220 € |
| Monefit SmartSaver | 7,50 % Hauptkonto | 375 € | 0 € | 99 € | 276 € |
| Monefit Vault 12 Monate | 9,42 %, gebunden | 471 € | 0 € | 124 € | 347 € |
| Mintos | angenommen 9 % nach Ausfällen, 0,29 % Gebühr | 450 € | 15 € | 119 € | 316 € |
Die Mintos-Zeile ist eine Annahme, keine Prognose: Wer an einen ausgefallenen Kreditgeber gerät, kann deutlich weniger erzielen. Bei Mintos werden außerdem 5 % lettische Quellensteuer einbehalten, die Sie unter Umständen auf die deutsche Steuer anrechnen können. Alle Zinsen von ausländischen Plattformen tragen Sie in der Anlage KAP ein, weil keiner der drei Anbieter deutsche Abgeltungsteuer abführt (siehe Steuern auf Crowdlending).
Risiken: Worin sich Mintos, Bondora und Monefit unterscheiden
- Kreditgeber-Risiko: Monefit hängt zu 100 % an Creditstar, Go & Grow an Bondoras eigenem Kreditgeschäft. Mintos streut über viele Kreditgeber, hat aber gerade deshalb immer wieder einzelne Ausfälle.
- Aufsicht: Nur Mintos ist als Anlageplattform beaufsichtigt. Go & Grow und Monefit SmartSaver unterliegen als Anlageprodukt keiner Finanzaufsicht.
- Transparenz: Mintos veröffentlicht Statistiken zu Kreditgebern und Rückgewinnung. Go & Grow nennt keine Ausfallquoten auf Produktebene, Monefit verweist auf die Geschäftsberichte von Creditstar.
- Liquidität: Pool-Produkte können Auszahlungen bremsen. Der Zweitmarkt von Mintos funktioniert nur, solange es Käufer gibt.
- Einlagensicherung: Gibt es bei keinem der drei. Alle drei Anbieter weisen darauf hin, dass Kapital verloren gehen kann.
Einen breiteren Überblick über typische Gefahren gibt unser Beitrag zu den Risiken beim Crowdlending.
Schritt für Schritt: So wählen Sie zwischen Mintos, Bondora und Monefit
- Legen Sie fest, wie viel Sie maximal in P2P-Kredite stecken wollen. Als Beimischung gelten 5 bis 10 % des Anlagevermögens als üblicher Rahmen.
- Entscheiden Sie, ob Sie aktiv auswählen möchten (Mintos) oder eine Einmal-Lösung suchen (Go & Grow, Monefit).
- Prüfen Sie, wie wichtig Ihnen Aufsicht ist. Wenn sehr wichtig: Mintos oder andere lizenzierte Plattformen aus unserem P2P-Plattformen Vergleich.
- Planen Sie den Anlagehorizont. Geld für ein bis zwei Jahre kann in einen Monefit-Vault, Geld mit offenem Horizont in ein flexibles Produkt.
- Verteilen Sie das Budget auf mindestens zwei Anbieter mit unterschiedlichen Kreditgebern, etwa Mintos plus eines der Pool-Produkte.
- Notieren Sie sich die jährlichen Zinsen für die Anlage KAP.
Fazit: Welche Plattform passt zu welchem Anleger?
Für Einsteiger mit kleinem Betrag: Go & Grow ist mit 1 € Mindestanlage und ohne Entscheidungen am einfachsten. Sie zahlen dafür mit dem niedrigsten Zins und akzeptieren ein Produkt ohne Aufsicht. Achten Sie auf die 1 € Gebühr, die bei kleinen Auszahlungen spürbar ist.
Für Zinsjäger mit Pool-Vorliebe: Monefit SmartSaver bringt 1,5 Prozentpunkte mehr als Go & Grow und mit Vaults über 10 %. Dafür bündeln Sie Ihr Risiko auf einen Konsumentenkreditgeber. Wer beide Pool-Produkte kombiniert, verteilt das Klumpenrisiko auf zwei Konzerne.
Für Anleger, denen Aufsicht wichtig ist: Mintos ist die einzige der drei Plattformen mit Wertpapierfirmen-Lizenz und Anlegerentschädigung für den Plattformausfall. Sie brauchen aber Zeit für die Auswahl der Kreditgeber, zahlen 0,29 % Portfolio-Gebühr und müssen mit Fällen wie Nera Capital leben.
Wer weitere Alternativen sucht, findet im Gesamtranking und im Plattform-Finder Anbieter mit anderen Schwerpunkten, etwa besicherte Immobilienkredite oder Unternehmenskredite. Grundlagen zu P2P-Krediten erklärt der Beitrag P2P-Kredite 2026.
Risikohinweis: P2P-Kredite und Pool-Produkte wie Go & Grow oder SmartSaver sind keine Bankeinlagen. Es gibt keine Einlagensicherung; ein Teil- oder Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Was ist besser: Bondora Go & Grow oder Monefit SmartSaver?
Monefit SmartSaver zahlt mit 7,50 % auf das Hauptkonto mehr als Go & Grow mit bis zu 6 % und verlangt keine Auszahlungsgebühr. Go & Grow ist dafür schon ab 1 € nutzbar und hat eine längere Historie. Beide Produkte unterliegen keiner Anlegeraufsicht. Monefit hängt vollständig an der Creditstar-Gruppe, Go & Grow an Bondoras eigenem Kreditgeschäft. Wer unsicher ist, teilt den Betrag auf beide auf.
Ist Bondora Go & Grow sicher?
Go & Grow ist kein Sparkonto und nicht durch die Einlagensicherung geschützt. Das Geld steckt in Konsumentenkrediten, deren Ausfälle Go & Grow über einen Zinsdeckel von 6 % und Reserven abfedert. Nach eigener Aussage fällt das Produkt unter keinen Regulierungsrahmen, und seit September 2025 gibt es keinen Zweitmarkt mehr. Bisher berichten Anleger überwiegend von reibungslosen Auszahlungen, eine Garantie dafür gibt es aber nicht.
Wie funktioniert die Auszahlung bei Monefit SmartSaver?
Auszahlungen aus dem Hauptkonto bis 1.000 € werden laut Monefit in der Regel innerhalb von Minuten ausgeführt. Größere Beträge werden innerhalb von bis zu 10 Bankarbeitstagen bearbeitet. Geld in einem Vault ist bis zum Ende der gewählten Laufzeit von 6 bis 24 Monaten gebunden. Monefit weist ausdrücklich darauf hin, dass Auszahlungen bedingt und nicht garantiert sind.
Welche Gebühren verlangt Mintos 2026?
Für automatisch verwaltete Kreditportfolios berechnet Mintos seit Mai 2025 eine Verwaltungsgebühr von 0,29 % pro Jahr. Wer Notes auf dem Zweitmarkt verkauft, zahlt 0,85 % des Verkaufsbetrags. Einzahlung und Kauf sind gebührenfrei. Zusätzlich behält Mintos auf Zinserträge von EU-Anlegern 5 % lettische Quellensteuer ein, wenn eine Ansässigkeitsbescheinigung vorliegt.
Ist Mintos reguliert?
Ja. Mintos ist eine Wertpapierfirma mit Lizenz nach MiFID II und wird von der lettischen Zentralbank (Latvijas Banka) beaufsichtigt. Anleger sind über das lettische Entschädigungssystem zu 90 % bis 20.000 € geschützt, falls Mintos selbst ihre Vermögenswerte nicht herausgeben kann. Verluste durch ausgefallene Kredite oder Kreditgeber deckt dieser Schutz nicht ab.
Was ist mit Nera Capital auf Mintos passiert?
Der britische Kreditgeber Nera Capital hat im Mai 2026 fällige Tilgungen an Mintos-Anleger nicht gezahlt. Betroffen sind nach Berichten über 60 Mio. € Anlegergeld. Mintos verfolgt die Forderungen, eine Restrukturierung gilt als möglich. Der Fall zeigt, dass Rückkauf- und Gruppengarantien nur so viel wert sind wie der Kreditgeber dahinter.
Muss ich Zinsen von Bondora, Mintos und Monefit versteuern?
Ja. Die Zinsen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen und unterliegen in Deutschland 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls Kirchensteuer. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung) gilt. Da keiner der drei Anbieter deutsche Steuer abführt, tragen Sie die Erträge in der Anlage KAP ein. Die 5 % lettische Quellensteuer bei Mintos kann gegebenenfalls angerechnet werden.